Andalusiens Küsten sind für die meisten Urlauber ein wahres Paradies: Herrliche, endlos scheinende Strände, eine atemberaubende Natur im Hinterland und natürlich die einzigartige Kultur des Südens zeichnen den spanischen Landesteil aus. Bevor man sich für ein Reiseziel entscheidet, sollte man sich jedoch etwas genauer über die einzelnen Küstenabschnitte und Regionen informieren.

Costa del Sol

Die Costa del Sol erstreckt sich über rund 300 km von der Provinz Granada - wo sie an die Costa Tropical grenzt - bis in den Westen zur Meerenge von Gibraltar. Der größte Teil der malerischen Region zählt allerdings zur Provinz Malaga, wo sich gleichzeitig auch der größte Flughafen in diesem Landesteil Spaniens befindet.

Mit unzähligen traumhaften Sandstränden, mehr als 3.000 Sonnenstunden pro Jahr und besten Freizeit- bzw. Sportmöglichkeiten gilt die Costa del Sol als eine der beliebtesten Gegenden Spaniens, für alle, die einen Erholungs- oder Aktivurlaub planen. Generell ist der östliche Teil der Costa del Sol weniger überlaufen als der westliche Teil. Ein guter Tipp ist die Gegend Axarquia, in der es viele urige Dörfer - wie beispielsweise Rincon de la Victoria - gibt. Dort wartet eine interessante prähistorische Höhle, die Cueva del Tesoro, auf die Besucher. Auch kleine Orte wie Torrox Costa, Nerja oder Torre del Mar sind mit ihren herrlichen Stränden immer einen Besuch wert. Die Wasserqualität ist an der Costa del Sol, trotz des hohen Urlauberandrangs, im Sommer an vielen Orten sehr gut. Weiterhin fallen die meisten Strände flach ab und sind sehr feinsandig - damit eignen sie sich bestens für einen Urlaub mit Kindern.

Fährt man von Malaga aus in Richtung Westen, so erreicht man Torremolinos, welcher einer der ersten Touristenorte der Costa del Sol wurde. Auch Benalmadena, Fuengirola und Mijas sind beliebte Ferienzentren. Ein Highlight ist das mondäne Marbella mit seinem riesigen Yachthafen Puerto Banus und dem einzigartigen, internationalen Flair: Hier gilt das Motto "Sehen und gesehen werden"! Zum Flanieren, Beobachten, Feiern und zum Genießen ist Marbella mit seiner gastronomischen Vielfalt und seiner romantischen Uferpromenade das ideale Ausflugsziel.

Costa de la Luz

Die Costa de la Luz befindet sich direkt am Atlantischen Ozean. Aufgrund dieser besonderen Lage, die nicht wie viele andere Küsten Spaniens am Mittelmeer liegt, ist die Gegend von stärkeren Winden und höheren Wellen geprägt - was die Costa de la Luz vor allem für Surfer zu einem echten Highlight macht. Die Sommersaison dauert hier im Durchschnitt von Mai bis Oktober, allerdings hängt die beste Reisezeit auch von den eigenen Wünschen ab. Zwischen Juli und August klettert das Barometer schnell auf über 35 °C.

Unterteilt wird die Landschaft der Region in trockene und fruchtbare Gegenden - beide weisen einen unglaublichen Artenreichtum an Tieren sowie Pflanzen auf und sind daher besonders attraktiv für Naturliebhaber. Die fruchtbaren Gegenden der Costa de la Luz laden das ganze Jahr über zu unvergesslichen Ferien inmitten einer atemberaubend schönen Kulisse ein: Egal, ob zum Wandern, Mountainbiken oder auch zum Reiten, mit Naturschutzgebieten, wie beispielsweise der Doñana, ist die Costa de la Luz für jeden Reisenden einen Besuch wert. Einen Einblick in die einzigartige Kultur Andalusiens geben zudem traditionelle Dörfer wie Vejer de la Frontera oder auch Arcos.

Mindestens einen Tagesausflug wert ist darüber hinaus die historische Stadt Jerez de la Frontera. Sie gilt als Synonym für andalusische Pferde, Flamenco-Tanzschulen und für Sherry-Bodegas. Da die Stadt sich direkt am Meer befindet, lässt sich das Kulturprogramm bestens mit Erholung verbinden: Kilometerlange, feinsandige und flach abfallende Strände laden zum Sonnen und Baden ein. Weitere sehr interessante Städte sind unter anderem Cádiz oder auch das an der Südspitze liegende Tarife, von wo aus man über die Straße von Gibraltar bis nach Marokko hinüberblicken kann.

Costa de Almeria

Die Costa de Almeria ist den meisten deutschen Reisenden auch als Golf von Almeria bekannt. Gemeint ist der rund 220 km lange Küstenstreifen, der zur Provinz Almeria zählt. Genau genommen liegt die Costa de Almeria zwischen den Städten Murcia und Granada.

Mit einer sehr abwechslungsreichen, wildromantischen und vielerorts wie unberührt wirkenden Landschaft lockt die Costa de Almeria sowohl Badeurlauber als auch Naturliebhaber aus ganz Europa an.

Trockene Wüstenregionen zeichnen ihre Natur ebenso aus wie herrliche feinsandige Strände, Zitrusplantagen und majestätische Bergketten im Hinterland. Pro Jahr genießen Reisende in dieser Region mehr als 3.000 Sonnenstunden. Meist zeigt sich der Himmel tiefblau und absolut wolkenlos. Das Klima ist mediterran, trocken und heiß - selbst die Winter sind hier sehr angenehm, was die Costa de Almeria zu einem ganzjährig attraktiven Reiseziel macht.

Entlang der schönen Küste finden Urlauber jede Menge herrlicher Strände vor, viele davon sind bisher vom Massentourismus verschont geblieben und zeigen sich in Form romantischer, stiller Buchten. Natürlich gibt es aber auch lebendige Küstenorte mit einer gut ausgebauten Infrastruktur. Zu den bekanntesten zählen zum Beispiel Roquetas de Mar, Adra, El Toyo, Aguadulce Vera und Almerimar.

Doch nicht nur Badeurlauber, sondern auch Aktivreisende kommen bei einem Urlaub an der Costa de Almeria auf ihre Kosten. Ein Muss ist beispielsweise ein Ausflug in das Hinterland: Die riesige Bergkette Sierra Maria/Los Velez, welche im Winter sogar von Schnee bedeckt ist, zeichnet sich durch dichte Pinienwälder mit einer artenreichen Tierwelt aus: Königsadler, Habichte und seltene Arten wie beispielsweise Wildkatzen und Ginsterkatzen zählen zu den Tieren, die dort heimisch sind.

Costa Tropical

Die Costa Tropical, zu der insgesamt 17 Gemeinden zählen, gehört zur Provinz Granada und grenzt östlich an die Costa del Sol an. Bis vor einigen Jahren galt der Küstenstreifen noch als echter Geheimtipp unter Reisenden. Mittlerweile ist die Costa Tropical jedoch genauso beliebt wie die Costa de Almeria - wenngleich auch nicht ganz so lebendig. Aufgrund der optimalen geographischen und klimatischen Bedingungen ist die Region ein ganzjährig attraktives Reiseziel: Mehr als 3.000 Sonnenstunden sowie milde Temperaturen sorgen sowohl im Sommer als auch im Winter für erholsame und erlebnisreiche Ferien. Da die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada ganz in der Nähe liegen, ist es oft sogar möglich, morgens Ski zu fahren und nachmittags noch im Meer zu baden - für Aktivurlauber also perfekt!

Die Costa Tropical setzt sich aus unzähligen kleinen und romantischen Buchten zusammen, obwohl es zudem auch einige längere Strandabschnitte gibt. Fast alle fallen flach ab und sind äußerst feinsandig, weswegen sich die Region vor allem für Familien mit Kindern sehr gut eignet. Wer sich eine Pause vom Baden und Sonnen gönnen möchte, sollte einen Ausflug in das Hinterland der Küste unternehmen. Dort locken fruchtbare grüne Gegenden mit Obstplantagen, dichte Pinienwälder und Naturschutzgebiete mit einer unglaublichen Artenvielfalt. Da die Winter in dieser Region sehr mild sind, lassen sich Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Mountainbiken, Klettern oder auch Tennis auch problemlos im November oder Dezember ausführen.

Zu den beliebtesten Ferienorten an der Costa Tropical zählen die Touristenzentren Motril, Salobreña und Almuñécar - sie alle verfügen über eine ausgezeichnete Infrastruktur und über ein reiches Angebot an verschiedensten Unterkünften für jedes Budget. Kilometerlange Sandstrände mit glasklarem Wasser laden zum Schwimmen, Sonnenbaden, Tauchen und Schnorcheln ein.

Für Kulturfans bietet sich zudem ein Ausflug in eines der gut erhaltenen, geschichtsreichen Dörfer der Costa Tropical an: Die Gemeinde Otivar eignet sich bestens zum Wandern, da sie einen idealen Ausgangsort für Exkursionen in den atemberaubend schönen Cañon des Rio Verde bietet. Auch der Parque Natural de la Sierras de Tejeda bietet sich für Tagestouren zu Fuß oder mit dem Fahrrad an.

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