Eine Altstadt übersät mit weißen getünchten Häusern und verwinkelten Gassen, saubere helle Sandstrände und kristallklares Wasser - das ist Conil de la Frontera. Zentral gelegen und dennoch abseits des Haupttouristenstroms, hat sich der Fischerort seinen ursprünglichen Charme erhalten und bietet jedem Besucher genügend Komfort und ein Kleinod an der Costa de la Luz. Der Ort versucht sein historisches Stadtbild sowie die Traditionen zu bewahren, hier findet man noch authentisches andalusisches Leben. Eine der wichtigsten und noch heute allgegenwärtigen Traditionen ist der Thunfischfang, auch Almadraba genannt. In Conil de la Frontera findet man ihn zu den verschiedensten Speisen verarbeitet. Ein Ort zum Genießen, Entspannen und Erkunden.

Klima in Conil de la Frontera

Conil de la Frontera lockt im Sommer sowie im Winter mit warmen Temperaturen und einem angenehmen Klima. In den Sommermonaten kann es am Tage teilweise bis zu 40 Grad warm werden, die gefühlte Temperatur variiert jedoch je nach Windrichtung sowie Stärke. Nachts sinkt dann das Thermometer auf angenehme 20 bis 23 Grad. Im Winter kann man mit Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad rechnen. Auch Nachts werden selten Temperaturen am Gefrierpunkt erreicht. Außerdem kann Conil de la Frontera mit circa 300 Sonnentagen pro Jahr überzeugen. Der das gesamte Klima prägende trockene Wind Levante kann im Sommer sehr warm sein, im Winter hingegen kalt. Er bestimmt, ob die Fischer zum Fischen aufs Meer fahren und ob die Besucher entspannt am Strand liegen können. Der Gegenpol zum Levante ist der Poniente, ein frischer Wind vom Atlantik, der Feuchtigkeit und auch Regen mit sich bringt.

Wandern, Kiten und weitere Sportmöglichkeiten in Conil de la Frontera

Der Ort Conil de la Frontera bietet Sportfreunden viele verschiedene Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Rund um den Ort befinden sich ein paar Wanderwege sowie Fahrradwege, die entweder entlang der Küstenlinie oder ins Inland führen. Von der Strandpromenade aus führt zum Beispiel ein 12 Kilometer langer Weg bis zum Cap Trafalgar, vorbei an einsamen Badebuchten und schönen Aussichtspunkten. Durch die verschiedenen Winde eignet sich Conil de la Frontera als Ausgangspunkt für Surfer, Kitesurfer und Wellenreiter. Auch Segelfreunde kommen hier auf ihre Kosten. Am nördlichen Ende des Ortes finden sich häufig Paraglider ein. Conil de la Frontera eignet sich hervorragend für die Ausführung des Sports. Ein besonderes Highlight sind geführte Reittouren entlang der Küstenlinie. In der Umgebung und auch im Ort befinden sich einige Reiterhöfe, die Reitausflüge organisieren.

Traditionen, Feste und kulinarische Highlights

Gefeiert wird viel in Conil de la Frontera. Einige der Feste haben seit Jahrhunderten Tradition, einige sind neu entstanden. Ein besonderes Highlight sind die erst seit ein paar Jahren existierenden kulinarischen Feste. Beim Ruta del Atún zum Beispiel dreht sich alles um den Thunfisch. Hier zeigen verschiedene Restaurants welche kulinarischen Highlights sie alle mit dem roten Thunfisch der Almadraba zubereiten können. Jeder kann an der Verkostung der Speisen teilnehmen.

Jedes Jahr zur Karnevalszeit findet traditionell ein großer Umzug in Conil statt. In einem Festzelt auf dem Platz Torre de Guzmán versammeln sich dann die Bewohner zum Feiern und Tanzen, natürlich nicht ohne Verkleidung.

Auch das Lagerfeuer Hogueras de San Juan Ende Juni kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Jährlich werden in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni an den Stränden Conils Lagerfeuer angezündet um San Juan zu ehren. Ein sehr schönes Spektakel, begleitet mit Essensständen und Picknicks.

Unterkünfte, Einkaufsmöglichkeiten und weitere nützliche Hinweise

Conil de la Frontera bietet dem Besucher ein mannigfaltiges Angebot an Unterkünften. Für jeden Geldbeutel ist im Ort etwas zu finden. Hauptsächlich gibt es im Ort Ferienwohnungen und Appartements, aber auch kleine Hotels und Campingplätze sind vorhanden.

In und rund um den Ort befinden sich Supermärkte, so dass eine Selbstversorgung kein Problem ist. Wer gerne frische Speisen kauft, der sollte einen Blick in die Markthalle werfen. Hier gibt es täglich frischen Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse aus dem Umland. Jeden Freitag findet auch ein Wochenmarkt in Conil de la Frontera statt. Hier gibt es neben Nahrungsmitteln auch Kunsthandwerk und Mitbringsel zu kaufen. Kleidungsgeschäfte befinden sich überall im Ort verteilt, in der Altstadt gibt es allerlei verschiedene kleine Geschäfte.

Die medizinische Versorgung wird durch das Gesundheitszentrum Centro Salud gestellt. Außerdem befinden sich im Ort verteilt 6 Apotheken.

Sehenswürdigkeiten

Conil de la Frontera hat seinen Besuchern mehr zu bieten als ein umfangreiches Freizeitangebot und wunderschöne Strände. Ein Blick in die charmante Altstadt lohnt sich nicht nur wegen den kleinen Shops und guten Restaurants. Hier befinden sich einige alte Gebäude, die dem Besucher die Geschichte des Ortes näher bringen.

La Chanca de Conil

Das La Chance de Conil ist eines der wichtigsten historischen Bauwerke in Conil de la Frontera und an der Costa de la Luz. La Chanca heißt wörtlich übersetzt "Thunfischfabrik" und genau dafür wurde das im 16. Jahrhundert erbaute Gebäude genutzt. Das gesamte Areal umfasst circa 8000 m² und wurde in den letzten Jahren aufwendig. Einige Teile wurden sogar exakt rekonstruiert. Früher war La Chanca das Zentrum von Conil de la Frontera, der Thunfischfang und die Verarbeitung half dem Fischerort zu einem ökonomischen Aufschwung und Bekanntheit über die Ortsgrenzen hinaus.

Noch heute ist der Thunfischfang eine wichtige Einnahmequelle des Ortes. Heute widmet sich die La Chanca de Conil eben diesem Thema. Eine Ausstellung erklärt dem Besucher die speziellen Methoden des Thunfischfangs aus alter sowie aus heutiger Zeit. Neben dem Museum beherbergt das Gebäudeensemble auch noch die Stadtbibliothek, Büroräume sowie Veranstaltungsräume. Außerdem bietet der Ort Platz für wechselnde Ausstellungen zu den Themen Seefahrt, Archäologie der Region und Kunst. Im Sommer finden auf dem Areal regelmäßig Musikveranstaltungen statt.

Das Museo de Raices Conileñas

Das Museo de Raices Conileñas beschäftigt sich mit der Geschichte, Kultur und den Traditionen des Ortes Conil. Seit 1979 kann man hier circa 850 Ausstellungsgegenstände der über 900 Objekte umfassenden Sammlung bestaunen. Neben typischen Alltagsgegenständen wie Geräten aus der Fischerei und Landwirtschaft gibt es auch viele Fotos, die das Leben in Conil de la Frontera während der letzten Jahrzehnte verbildlichen. Viele der Ausstellungsobjekte stammen von den Einwohnern des Ortes und wurden dem kleinen Museum zur Verfügung gestellt.

Der Turm Torre de Guzmán und weitere Aussichtstürme

Wer den Ort Conil de la Frontera und die umliegende Gegend einmal von oben bewundern will, der sollte den Aussichtsturm Torre de Guzmán besteigen. Er ist eines der letzten Überreste des ehemaligen Castillos, erbaut vom 14. bis 15. Jahrhundert. Früher diente die Anlage als Schutz vor feindlichen Piratenangriffen, die Banden überfielen den Ort des Öfteren da er eine gewinnbringende Rolle im Bereich des Fischfanges hatte. Sein heutiges Aussehen bekam der Turm im 18. Jahrhundert. Noch heute prägt er das Stadtwappen von Conil de la Frontera und gilt als Wahrzeichen des Ortes.

Am südlichen Ende des Strandes befindet sich der Wachturm Torre Castilnovo. Er diente früher zur Überwachung der Thunfischströme und wurde im Jahre 1995 restauriert. Der Leuchtturm am nördlichen Ende der Bucht auf dem Torre de Roche diente ursprünglich auch als Überwachungsposten und Warnturm, heute kann er bestiegen werden und bietet Panoramablick auf die umliegende Landschaft und den Ort Conil de la Frontera.

Die Kirche Santa Catalina

Die aus dem 15. Jahrhundert stammende Kirche Iglesia Mayor de Santa Catalina vereint verschiedene Baustile, da sie mehrfach umgebaut und renoviert wurde. Nachdem die Kirche im Jahre 2010 im Innen- und Außenbereich aufwendig restauriert wurde, ist sie heute ein Zentrum für Kunst und Kultur. Regelmäßig finden hier kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen statt.

Wo liegt Conil de la Frontera?

Conil de la Frontera liegt im spanischen Andalusien in der Region Cádiz, genauer in der Comarca La Janda. Der Ort befindet sich an der sogenannten Costa de la Luz, der Küste des Lichts zwischen Cádiz und Gibraltar. Die Provinzhauptstadt Cádiz ist circa 45 Kilometer entfernt, Gibraltar 120 Kilometer.